Mentoring-Session in Aktion

Mentoring 2.0 – die interne Förderung im Visier

Ein dreiköpfiges Team hat das Mentoring-Programm von Leftshift One im Zuge des Innovation Day* generalüberholt.

Der neue Weg

Die Mentor*innen stehen ihren Mentees jetzt monatlich für ein Feedbackgespräch zur Verfügung, um sie bei der Erarbeitung sowie der Umsetzung ihrer Ideen zu unterstützen. „Der regelmäßige Austausch ist der Mittelpunkt des Programms“, betont Jasmin, Leftshift Ones HR-Expertin und die treibende Kraft hinter dem Projekt.

„Wir wissen, dass ein halbjährliches Feedbackgespräch nicht ausreicht, denn das dreht sich dann wieder meist nur um die Performance. Wir wollen erreichen, dass Feedback in beide Richtungen geht und die Ziele von den Kolleginnen und Kollegen selbst bestimmt werden“, ergänzt sie.

Gekoppelt ist das Ganze an ein HR-Tool, das die Kommunikation erheblich erleichtert. Die Software von PERSONIO ermöglicht es, verschiedene HR-Prozesse wie Personalmanagement, Recruiting sowie Talentmanagement der Teams übersichtlich zu verknüpfen. Wichtige Gadgets des neuen Mentoring-Programms, das unter Talentmanagement fällt, sind die Skill-Matrix und ein Persönlichkeitstest, die bei der Selbstreflexion unterstützen.

Ein Mentee ist der oder die Profitierende im Mentoring-Programm, nicht zu verwechseln mit Manatee, sp. Manatí (einer Rundschwanzseekuh aus der Familie Trichechidae, hier abgebildet).

Viele kleine Schritte, statt ein großer Satz

Der neue Dreh- und Angelpunkt des Mentoring-Programms ist die persönliche Weiterentwicklung der Mentees. Sie geben den Ton an: Wie möchte ich durch das Programm profitieren? Was sind meine eigenen Ziele und wie kann ich diese erreichen? Welche Weiterbildungsmöglichkeiten sind für mich attraktiv? Ziele so konkret und spezifisch wie möglich definieren, lautet die neue Devise.

Der Weg zur langfristigen Perspektive wird also in kleine „Häppchen“ heruntergebrochen, die jeweils realistisch umsetzbar und – ganz wie eine Ernährungsumstellung im Gegensatz zu einer radikalen Diät – in ihrem Langzeiteffekt nachhaltiger sind.

Letzten Endes ist es jedoch wichtiger, dass die Ziele zu den eigenen Vorstellungen passen und nicht extrinsisch auferlegt sind. Damit das nicht passiert und kein unnötiger Leistungsdruck von außen entsteht, sind Bonuszahlungen beispielsweise nicht an das Mentoring-Programm gekoppelt. „Smarte“ Ziele können weiterhin optional definiert werden, doch der neue Fokus richtet sich darauf, dass die Mentees das Programm selbstbestimmt nutzen.

Vom Mentee zum Mentor

Was wie eine Pokemón-Entwicklung klingt, ist ein zusätzliches attraktives Feature des Mentoring-Programms. Alle Mitarbeiter*innen können auf Wunsch ein spezielles Training absolvieren und selbst in die Beraterrolle schlüpfen. Dieser Aspekt ist besonders interessant für Personen, die ihre Führungskenntnisse oder ihre Kommunikations- und Teamfähigkeit erweitern wollen.

Auch um außerhalb des eigenen Aufgabengebiets Verantwortung zu übernehmen, bietet es sich an. Zudem erwarten die Initiator*innen dadurch einen positiven Feedback-Loop: Wer als Mentee gute Erfahrungen macht, kann diese als Mentor*in weiter etablieren und vice versa.

Nachdem das neue Mentoring-Programm nun seit wenigen Monaten läuft, konnten wir bereits erstes Feedback einholen. Gerade im Home Office ist es eine von vielen Möglichkeiten, den Austausch im „New Normal“ nicht nur weiterhin zu garantieren, sondern auch auszubauen.

Das stetig wachsende Team von Leftshift One ist unter anderem auch geographisch in alle vier Himmelsrichtungen verteilt. So ist zwar noch nicht klar, was Pandemie-technisch im Herbst auf die einzelnen Mitarbeiter*innen zukommt – eine funktionierende digitale Kommunikation ist und bleibt trotzdem ausschlaggebend.

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*Wie bereits in unserem Artikel zu diesem firmeninternen Event genauer beschrieben, entwickelten dort mehr als die Hälfte aller Mitarbeiter*innen Konzepte, die sie innerhalb eines Tages bereits als handfesten Prototypen aufsetzten.