72 Stunden,
4 Erkenntnisse und etwas Magie

Vier Teams, vier Aufgabenstellungen – und nur 72 Stunden Zeit: Der „Hackathon“ im Rückblick

Im Zuge der AAIC, der größten Konferenz für KI in Europa, hat Leftshift One mit Unterstützung des 110.000-köpfigen internationalen IT-Dienstleisters Atos und Sclable einen „Hackathon“ veranstaltet.

In lediglich 72 Stunden haben unsere Softwareentwickler hochkarätige Aufgabenstellungen von internationalen Unternehmen und Forschungseinrichtungen bewältigt. Die nach nur drei Tagen präsentierten KI-basierten Lösungen sorgten beim Fachpublikum der AAIC durchaus für Staunen. Auch unsere Partner, in deren Auftrag sich Leftshift One der Herausforderungen annehmen durfte, zeigten sich begeistert.

Aus unserer Sicht liegt das insbesondere an vier wesentlichen Erkenntnissen, die für manche neu sein mögen, für uns aber KI zum absoluten „Gamechanger“ machen. Die vier Erkenntnisse im Überblick:

Für KI-Lösungen braucht es nicht zwingend langwierige Transformationsprozesse

Der „Hackathon“ ist dafür mehr als Beweis genug: In nur 72 Stunden haben unsere Teams vier komplexe Themenstellungen auf Basis von KI neu gedacht – und vor allem gelöst. Bestes Beispiel ist die Aufgabe des Pet-Med-Start-ups Aniveri: Für das Unternehmen, das sich auf die Analyse von Mangelerscheinungen bei Haustieren spezialisiert hat, wurde der Prozess gänzlich automatisiert.

Heißt: Während bislang jeder Laboranalyse händisch die entsprechenden Nahrungsergänzungskuren der Tiere zugeordnet wurden, übernimmt nun die künstliche Intelligenz den Abgleich. Das spart Zeit und zeigt neue Verbindungen zwischen Daten auf. Oder wie Aniveri-Mitgründerin Michaela Hösele bemerkte: „Was Leftshift One hier mit Hilfe von künstlicher Intelligenz an Erkenntnissen zum Vorschein gebracht hat, grenzt an Magie.“

Das alles in kürzester Zeit. Ohne langwierige Transformation haben wir nach Ende der drei Tage vier MVPs mit echten Business Values generiert.

KI ist nur ein Teil der Lösung

Zugegeben, mit dem AIOS verfügen wir über eine hocheffiziente Produktgenerierungsmaschine, einen smarten KI-Werkzeugkoffer und können auf KI-Skills wie Datenanalyse, Bildverarbeitung, Conversational AI, uvm. per Knopfdruck zugreifen. Das ist ein maßgeblicher und entscheidender Vorteil, um etwa die hocheffektiven MVPs aus dem „Hackathon“ zu generieren.

Aber: Die KI ist nur ein Teil der Lösung. Denn um eine derartig tiefgreifende Veränderung des Geschäftsprozesses zu realisieren, bedarf es auch einer agilen Arbeitsweise. Wir sind dazu in kurzen Iterationen einem Kreislauf aus Datenmanagement, Machine Learning, Entwicklung und Umsetzung gefolgt – so auch im Anwendungsfall für go2market.

Für das Wiener Marktforschungsunternehmen wurde ein MVP erstellt, das den potenziellen Erfolg eines neuartigen Nahrungsmittels vorhersagen soll. Als Hintergrund: Um Produkte erfolgreich am Markt zu positionieren, muss bekanntermaßen eine Vielzahl an Faktoren gegeben sein. Diese haben wir auf Basis von künstlicher Intelligenz simuliert und so den langwierigen Vorbereitungs- und Konfigurationsprozess massiv abgekürzt.

Das Ergebnis war letztlich eine Wahrscheinlichkeit, die den Markterfolg des neuen Lebensmittels erfolgreich prognostizierte.

KI ist branchenübergreifend ein echter Gamechanger

Dass künstliche Intelligenz branchenunabhängig zum „Gamechanger“ avancieren kann, zeigen alle vier Fallbeispiele im Zuge des „Hackathon“. Obwohl die Use Cases unterschiedlichen Branchen zuzuordnen sind, haben die Mechanismen und Wirkungsweisen der KI jeweils überzeugt.

Man nehme die Universität Graz als Beispiel: In nur 72 Stunden wurde hier etwa ein Prototyp entwickelt, der auf Basis von Parametern wie Auslastung und Anzahl der Studierenden eine ressourcenoptimierte und intelligente Raum- und Hörsaalbelegung erzielt hat. Use Cases wie dieser zeigen nicht nur die hohe Innovationskraft der KI, sondern insbesondere das Potenzial, Machine-Learning-Modelle zu multiplizieren – branchenübergreifend.

Mit KI gelingt echte Hyperautomation

Für einen internationalen Konzern im Bereich Automatisierungstechnik haben wir das Event genutzt, den IT-Support – zumindest in ersten Schritten – zu automatisieren. Das heißt konkret: Mails an den Helpdesk werden dabei ab sofort von der künstlichen Intelligenz gelesen und interpretiert.

Aber noch mehr: Auch eine Abfolge von entsprechenden Maßnahmen wird eingeleitet. Diese intelligente Kombination von Automatisierungstechnologien über Prozesse und Legacy-Systeme hinweg ist Hyperautomation in seiner pursten Form. Das gelingt nur mit KI.

Eine Zwischenbilanz mit Blick nach vorn

Vier Use Cases mit unterschiedlichen Herausforderungen und am Ende war das Fazit trotz tickender Uhr einheitlich: KI ist eine lohnenswerte Investition – auch finanziell – und der Weg zum entscheidenden Wettbewerbsvorteil ist weit weniger lang und beschwerlich, als meist angenommen. Die AAIC – Applied AI Conference bot die passende Plattform und Publikum, um das anschaulich zu demonstrieren.

Mit Stolz schauen wir zurück auf drei intensive Tage mit spannenden Projekten, die wir trotz ausschließlich digitaler Kommunikation aber mit Hilfe großartiger (Projekt-) Partner meisterten. Die Zwischenbilanz: Bereits jetzt verfolgen wir einen Teil dieser Projekte weiter und planen, weitere Ergebnisse und Einblicke in den Praxisbetrieb in hoffentlich wenigen Monaten geben zu können.